Debatte über Gothaer Einkaufscenter geht weiter

Debatte über Gothaer Einkaufscenter geht weiter

Debatte über Gothaer Einkaufscenter geht weiter

Gotha. Händler Andreas Dötsch sieht in der Debatte um das Gothaer Einkaufscenter „zu viel Gejammere in den eigenen Reihen“.

Andreas Dötsch, stellvertretender Vorsitzender im Gothaer Gewerbeverein, reagierte auf eine Passage im Interview mit Investor Josef Saller (TA vom 4. Februar), in der dieser sagte: „Wir allein sind zu schwach, die Innenstadt allein auch. Aber wenn wir uns zusammenschmeißen, wir gute Ankermieter bekommen und die Innenstadt endlich mal die Läden offenlässt und ein paar Händler ausgewechselt werden, wird es was. Wenn man den ganzen Tag nur rum motzt, kommt halt keiner.“Wo er Recht hat, hat er Recht! Genau jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, aufzuwachen und anzupacken. Attraktive Geschäfte, freundliche Bedienung, Kernöffnungszeiten (gern auch mal nach hinten), clevere Kundenbindungsmodelle, ein einheitliches Auftreten, ein Schulterschluss der Händler, gemeinsame Vermarktung durch eine Werbegemeinschaft – all das müsste genau jetzt folgen und wir könnten locker in ein, zwei Jahren mit den Fachmarkt-Centern konkurrieren und Synergien schaffen.“““ Jeder stellt mit Entsetzen fest, dass Gothas City kahler, leerer und öder wird, doch nur wenige erkennen Chancen und Potenziale, etwas zu ändern.

„“““Was muss erst passieren, dass hier etwas passiert? Richtungsweisende Stimmen in der Nacht, brennende Büsche, erhobene Sterne oder wasserwandelnde Heilige wird es nicht als Auslöser zum Handeln und Umdenken geben!““““Ich bin diese schlechte Stimmung echt leid, knappe zehn Jahre versuche ich mit mal einer, mal zwei, selten drei Händen voll Kollegen, hier etwas zu verändern, viel private Zeit, viel Geld und vor allem sehr viel Energie gingen dabei schon drauf! Aber: Wo ist der große Zusammenhalt, wo sind Kollegen, die hier in Zukunft Ihre Rente verdienen wollen oder müssen?““““Blicke ich in meine Reihen, sehe ich ein paar wenige Händler und Gastronomen, teils im Gewerbeverein und seiner Fachschaft Innenstadt organisiert, diverse Persönlichkeiten aus dem kommunalpolitischen Geschehen, sogar freie Handelsvertreter, Bürger und Journalisten ( die in Gothas Einzelhandel gar kein Geld verdienen) – und diese „Meute“ engagiert sich um das Gemeinwohl von rund 190 Gewerbebetrieben innerhalb der City! Diese Leute sind neben der Planung diverser Werbeaktivitäten und Veranstaltungen die eigentlichen geistigen Väter und Impulsgeber von Projekten wie Hauptmarkt-Parken oder Runder Tisch und reißen sich hier, mit Verlaub, den Hintern auf.Aber wohin will ich? Ja, die City stirbt. Viele Monate schauten wir ängstlich zur Planung der Residenzgalerie, in Richtung Gartenstraße, verbrachten Zeit in der Planwerkstatt, mit Gutachten, Studien, anderen betroffenen Städten und haben dabei nicht bemerkt, dass hinter dem lauten Protest der leise Prozess des Verfalls und die Kaufkraftabwanderung stetig weiterging.““““Und der Schuldige war an diesem Punkt eben nicht Josef Saller aus Weimar, sondern wir alle. Wir haben es verpeilt (nun, die Verwaltung und Politik hat da auch ihre Aktien dran)! Aber in erster Linie sind doch wir die Unternehmer.““““Ich bin es so leid, dieses Gejammer und Geklage aus den eigenen Reihen. Es ist Zeit für Veränderung, Jeder sollte vor seine Ladentür treten und mit anpacken. Ein Gesamtkonzept muss her, der „Gegner“ und Investor der letzten Monate könnte mit cleveren Konzepten und gezielter Symbiose ein „Bruder im Geist“ und Mitstreiter werden! „“Gewiss ein mutiges Wagnis aber nicht aussichtslos! Die Weichen sind mit der positiven Entscheidung zum Fachmarktcenter, der Kürzung von Verkaufsfläche, Reduktion an Baugröße und Parkplätzen zu unseren Gunsten gefallen. Soll bedeuten: die wirtschaftlichen Standortfaktoren haben sich zu unseren Gunsten verändert.Was wollen wir noch? Lasst uns endlich beginnen!

TA – Peter Riecke

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