10. Januar 2022

Stellungnahme – Sitzmöglichkeiten Hauptmarkt nach denkmalgerechter Sanierung

Als Gewerbeverein Gotha e. V. sehen wir die Unterstützung und Belebung der Gothaer Innenstadt, auch in Anbetracht der pandemischen Entwicklung, für eine zukunftssichere Orientierung mit dem Teilschwerpunkt lokaler Handel und Gastronomie, als dringend notwendig an.
Somit ist die Belebung des Hauptmarktes, als Teil der Gothaer Innenstadt und damit einer der wichtigsten Einzelhandelslagen, entwicklungsrelevant für unsere Stadt und die beschriebenen innerstädtischen Gewerke.

Soft Skills wie Attraktivität, Verweildauer, Erlebnisse (Kunst / Kultur usw.) sowie generationsübergreifende Nutzungen, werden hierbei für eine Altstadt unverzichtbar und sind standortrelevante Faktoren für den Bestand sowie im Besonderen für zukünftige Ansiedlungen weiterer Gewerbe, rund um die Marktfläche.
Eine erweiterte temporär-saisonale Altstadtmöblierung im Falle Gothas sehen wir als besonders wichtig an, da der demografische Wandel Gothas die Notwendigkeit der Nutzbarmachung des öffentlichen Raumes als Begegnungsstätte einfordert.
Somit sehen wir gerade mit der Ergänzung von vielfältigen Sitzmöglichkeiten die Erhöhung der Verweildauer unsere Kunden, unserer Bürgerinnen und Bürger sowie der Touristen auf den Marktflächen.

Eine bessere Auswahl an Sitz- und Verweilgelegenheiten führt zur stärkeren Wahrnehmung des Platzes und natürlich auch des umliegenden Einzelhandels und der Gastronomie. Diese „Pop-up-Parks“, so der Name, schlagen über die warmen Monate verteilt auf und ziehen Leute an, welche sich aus den angrenzenden gastronomischen Angeboten versorgen.
Die Nutzung der Hauptmarktinseln begünstigt somit den Konsum im öffentlichen Raum (von z. B. Getränken und Speisen), welcher zur Erhöhung der Verweildauer und speziell der gesteigerten Wahrnehmung des besonderen historischen Flairs führt. Ein Wohlfühl- und Relaxempfinden nimmt sowohl den emotionalen als auch zeitlichen Druck, Besorgungen zu erledigen. Das geschaffene Einkaufserlebnis wird somit zur Erhöhung der Bon-Qualität des Einzelhandels und der Gastronomie führen.
Begleitende Maßnahmen bis zum heutigen Zeitpunkt sind die Verkehrsberuhigung der Fläche und der Ausbau eines WLAN-Netzes.
Ziel der Akteure aus Stadt, Vereinen und Gewerbe ist es, diesen Platz erlebbar zu machen – gerade nach einer so aufwendigen, kostenintensiven Sanierung und Umgestaltung und für die Einzelhändler/Gastronomen belastenden Zeit.

Als Interessenvertreter des lokalen Gewerbes bitten wir darum, unseren Plan des „Pop-up-Parks“ zu ermöglichen, damit wir dem Beispiel vieler weiterer Kommunen im Kampf um den Erhalt der Innenstadt als Begegnungs-, Erlebnis-, Verzehr- und Einkaufslocation folgen können.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Dötsch

 

Stellungnahme_ (PDF)

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