Gotha. Stillstand und verschlafene Genehmigungen hätten Gotha in Thüringen blamieren können. Zum Glück ist jetzt der Blick nach vorn gerichtet.
Was am Donnerstagmittag bei einem Pressegespräch eher beiläufig erwähnt wurde, hat eine Tragweite für Gotha, die bis vor wenigen Tagen nur Eingeweihten schlaflose Nächte bereitete. Denn lange Zeit war längst nicht klar, ob der Thüringentag in Gotha durchgeführt werden kann und darf. Sprich, die Aufsichtsbehörden haben erst jetzt die Genehmigungen für dieses bedeutende Fest erteilt. Leider ist der Grund auch dafür bei der Leitung der Kultourstadt zu suchen.
Viel zu tun beim Endspurt vor dem Thüringentag „In nur anderthalb Wochen haben wir diese Genehmigungssituation bereinigt“, bestätigt Candy Wetterhahn, der erst vor kurzem als Generalbevollmächtigter für das Festjahr „1250 Jahre Gotha“ und für den Thüringentag von Oberbürgermeister Knut Kreuch (SPD) eingesetzt wurde. Er war es auch, der mit einem Personalwechsel quasi in letzter Minute einen Eklat für die Residenzstadt abwenden konnte.
„Ich habe sehr viel Unterstützung erfahren in den letzten Wochen für meine Personalentscheidung“, sagt Knut Kreuch hinsichtlich der Abberufung des Geschäftsführers der Kultourstadt Gotha und weiter: „Diese kam aus vielen Schichten der Bevölkerung, aus dem Gewerbeverein oder auch von leitenden Institutionen, um nur einige zu nennen. Viele haben jetzt ihre Hilfe angeboten beim Thüringentag, aber auch den anderen Höhepunkten im Festjahr zu helfen und mitzuarbeiten. Darüber freue ich mich sehr.“ Einige, wie die Kreissparkasse Gotha, möchten Arbeitskräfte zur Verfügung stellen, um zu retten, was zu retten ist.
Gefühlt hat der Arbeitstag des gut 30-köpfigen Teams, welches Leiter Candy Wetterhahn nach Wiedereinsetzen in sein Amt komplett umstrukturiert hat, jetzt mehr als 24 Stunden. „Akut leiten wir alle notwendigen Maßnahmen ein, um der Bearbeitung von Sponsoringverträgen absoluten Vorrang zu geben“, so der Projektleiter, der daran arbeitet, dass von den geplanten 100 Verträgen, von denen erst drei unterschrieben sind, noch so viele wie möglich besiegelt werden können.
„Aktuell bekommt unser Team Unterstützung von ganz vielen Seiten. Ich mache das schon länger und habe noch nie so eine breite Hilfe erleben dürfen und bin einfach nur dankbar. Seit gestern sind die Strukturen klar und ab nächster Woche arbeiten wir weiter an den Inhalten“, erklärt Wetterhahn. „Die Basis ist da, es könnte aber noch schöner sein. Unser Gerüst steht und wird nun weiter mit Inhalten gefüllt, um dann ab nächster Woche das zu präsentieren, was den Gast zum Thüringentag in Gotha erwartet.“
Auch ein Kooperationsvertrag mit der Thüringer Tourismus GmbH zum Thema „Thüringen entdecken“ steht kurz vor der Unterzeichnung, nachdem der Kontakt nach mehrmonatigem Stillstand wieder aktiviert wurde. Doch nicht nur der Thüringentag 2025 steht im Fokus der Arbeit des Teams um Candy Wetterhahn. Schließlich steht der MDR-Osterspaziergang am 20. April in Gotha auf dem Programm. Die größte Veranstaltung des Mitteldeutschen Rundfunks feiert 2025 ihr 30. Jubiläum und verspricht ein besonderes Ereignis für die ganze Region zu werden, bei dem mehr als 25.000 Gäste in Gotha erwartet werden.
- Zugleich weist Candy Wetterhahn darauf hin, dass beide Ereignisse – der MDR Thüringen Osterspaziergang sowie der Thüringentag – auf der Thüringen-Ausstellung vom 8. bis 16. März in Erfurt präsentiert werden.