21. April 2015

Gewerbeverein in Gotha lobt gemeinsame Arbeit mit Kultourstadt-GmbH

21. April 2015 / 18:47 Uhr

Gotha. In der Bar „Upper“, gleich neben dem Café Rosenau auf der Westseite des oberen Hauptmarktes hängt ein großer Flachbildschirm an der edel marmorierten Wand. Dort laufen normalerweise die beliebten Sportübertragungen eines Bezahlfernseh-Senders, doch kürzlich war der Bildschirm gut, das Logo des Gothaer Gewerbevereins unentwegt einzublenden. Denn Marko Roth , der Inhaber des „Upper“, ist zugleich Vorstandsmitglied dieses Vereins und der zog Bilanz, drei Jahre nach seiner Gründung eine alles in allem eher gute.

Noch im November 2012, knapp acht Monate nach der Gründung, hatte Vorsitzender Maik Schulz im Bürgersaal des historischen Rathauses noch angemerkt, man wolle überprüfen, ob es überhaupt Sinn mache die Arbeit fortzusetzen.

Blick nach vorn statt Auflösung des Vereins

Mitte Dezember 2012 veröffentlichte unsere Zeitung noch ein Interview mit ihm unter der Titelfrage: „Ist der Gewerbeverein schon am Ende?“

Doch inzwischen hat die Tätigkeits des Vereins, längst nur noch von Ehrenamtlichen gestemmt, an Fahrt gewonnen. Zum ersten Jahresempfang des Vereins kamen von Landrat Konrad Gießmann (CDU) über Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch (CDU) bis zu Geschäftsführern wichtiger Unternehmen und Abgeordneten eine Vielzahl von Personen, die im öffentlichen Leben der Kreisstadt wichtige Rollen spielen. Der zweite Jahresempfang in noch größerem Rahmen war eine Steigerung. Dort erstmalig übergeben wurde der Innovationspreis des Gewerbevereins. Empfänger war die neue Führung des ehemaligen Joh-Kaufhauses, des jetzigen Kaufhauses „Moses“ in der Erfurter Straße, die dem Inneren der Einkaufsstätte ein neues Gesicht und Geschen gab.

Maik Schulz erinnerte, dass es zum einen vor der Gründung des Vereins keine allgemeine Interessenvertretung für Gewerbetreibende gab, zum anderen die Insolvenz des Vorgänger-Vereins Narben hinterlassen habe. Doch inzwischen habe sich vieles gut entwickelt, darunter die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Ausdrücklich lobte er auch die Kultourstadt-GmbH. Er sei froh, „dass an der Spitze der Kultourstadt-GmbH endlich wieder ein Mann steht, der weiß, wovon er redet“, so Schulz wörtlich. Der Gewerbeverein werde gehört, beteilige sich am Runden Tisch zur Innenstadtbelebung ebenso wie an der Ausarbeitung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes 2030 plus.

Im Herbst soll der Löfflerpreis wiederbelebt werden. Mit Hilfe der Industrie- und Handelskammer und des Landratsamtes wird der beste Lehrling im Kreis von einer Jury gewählt. In den Kategorien Wirtschaft, Handel und Dienstleistung, sowie Gastronomie sind je 500 Euro zu gewinnen, für die mit Landrat Konrad Gießmann als Privatperson, mit der Sparkasse und dem englischen Pub Londoner sowie dem Hotel Lindenhof gemeinsam auch je ein Sponsor gefunden wurde.

Der stellvertretende Vorsitzende Andreas Dötsch erinnerte an die regelmäßigen Aktivitäten wie zum Beispiel die Mittsommer-Einkaufsnacht, die in diesem Jahr für den 19. Juni geplant ist. Dort ist die Auszeichnung ein Wanderpokal für das beste Geschäft.

Die Zahl der Mitglieder wachse langsam. Jetzt seien es 55, berichtete Pressesprecher René Kabisch . Man wünsche sich da mehr. Einige wenige stemmten Arbeit und Kosten, aber es gebe 230 Gewerbetreibende allein in der Innenstadt. Aktivste Fachgruppe sei nach wie vor die zur Innenstadt, die sich heute wieder im“Upper“ trifft. Aber man sei bereit, weitere zu gründen, wenn sich mehr Betriebe der Peripherie beteiligten.

Ortsansässige Händler sollten erkennen, dass man nur als Netzwerk gegen Internet-Angebote bestehen kann, ergänzte der stellvertretende Vorsitzende Marko Roth .

Peter Riecke 21.04.15

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